Jacobsweg
Road Diary

11 September 03 - 12 Oktober 03

2003-09-11
Antonia
noch zu Hause (Bad Homburg)

Leicht verspätet stehen wir jetzt (10.15) kurz vor der Abfahrt. Von allen sind wir glaube ich am Meisten gespannt ob wir die Tour nach Santiago schaffen werden. Für den ersten Tag hat das viele Daumendrücken jedenfalls geholfen, denn wir starten bei blauem Himmel und Sonnenschein, also schön weiterdrücken, damit es so bleibt! Viele Grüße Viola, Antonia und Dö!

2003-09-18
Châtillon (660km)

Bonjour ! Nach einer Woche endlich ein Internetanschluss. Antonia hat Gestern bereits eine halbe Stunde Tagebuch eingetragen aber leider ist der Rechner abgestuerzt ! Wir haben super Wetter und schaffen bis zu 125km am Tag. Gestern gings durch die Champagne; heute nach Vazley, den Ausgangspunkt des Jacobswegs (ca 110km von hier; muessn also schnell los). Details der Abenteuer, die wir erlebt haben (von Feuerwerk bis 50. Geburtstag) gibt es bei, naechsten Internetcafe. Viele Gruesse von Antonia, Viola und doe

2003-09-24
Périgueux (1276km)

Geschafft ! wir sind in Périgueux angekommen. Damit haben wir die hälfte der Kilometer hinter uns (oder noch vor uns). Internet ist in Frankreich nicht ganz so selbstverständlich. Aber was soll man erwarten, wenn schon die Tastaturen komplett anders betückt sind :) Das A liegt da wo bei uns das Q liegt, also nicht wundern, wenn die Buchstaben mal etwas vertauscht sind. Jetzt erstmal das gröbste: wir sind hier in der Jugendherberge in Périgueux, die mit 12 Internetrechnern auf HighTech macht :) In 14 Tagen hatten wir nur einen Regentag, an dem wir "nur" 72km weit gekommen sind. Danach haben wir ein Hotel genommen. Ansonsten scheint hier in Frankreich schön die Sonne, sodass unsere Arme und Nasen schon total verbrannt sind. Bislang sind wir ohne Panne täglich zwischen 45km und 125km geradelt. Manchmal kommt man dann erst im dunklen am Zeltplatz an, nur um dann festzustellen, dass dieser bereits seit einer Woche geschlossen ist. Die Ferienzeit ist halt bereits vorbei. Umso grösser ist dann die Freude, wenn man nach 400km zum ersten mal wieder Duschen darf ! Jetzt schicke ich den Text erstmal ab, um zu gucken, ob das hier alles auch funktioniert.

2003-09-24
1. Tag Bad Homburg - Geisenheim 86km

Um 11 Uhr lockt uns die Sonne endlich heraus und wir starten über die Louisenstrasse in Richtung Spanien. An der Nidda lang bis zur Mündung in den Main finden wir den Weg dank Chrissis Hilfe ohne Mühe. In Höchst gibts dann erstmal ein 2. Früchstück mit Äppler. Danach am Main, später am Rhein weiter. In Geisenheim haben wir direkt am Ufer einen Zeltplatz ausfindig gemacht und haben uns Abends mit einer zünftigen Malzeit im Ort belohnt.

2003-09-24
1. Tag Geisenheim - Tiefenstein 100km

Endlich die geplanten täglichen 100km :) In Geisenheim an der Kirche haben wir unseren ersten Stempel in unser Pilgerbuch bekommen. Der wirkt irgendwie noch etwas verloren darin aber das wird ja in 4 Wochen noch werden. Vom Rhein weg folgen wir dem Naheradweg. Die Wege an den Flüssen sind hervorragend ausgeschildert und wir verlieren keine Zeit nit unnötigem Navigieren. Von Idar Oberstein geht es über die Deutsche Edelsteinstrasse weiter Ricchtung 2. Zeltplatz.

2003-09-24
3. Tag Tiefenstein - Temmels/Grevenmacher 91km

Den Hunsrück haben wir bezwungen. Na dann können ja die Pyrenäen kommen! An der Mosel entlang treffen wir auf Bekannte von Antonia aus Telgte. Etwas weiter treffen wir Trier (Grüsse an Tobi). Am Dom bekommen wir ganz ohne zu Bussen oder zu Beichten unseren 3. stempel. Am Moselufer in Trier essen wir zu Abend (die Lokalität hatte mir Tobi vor Jahren schonmal empfohlen). Da wir noch nicht müde sind schwingen wir uns wieder auf die Räder und wollen noch die Grenze nach Luxembourg überschreiten. In Temmels werden wir aufgehalten: Strassenfest mit Bitburgerstand und Liveband. Wir bleiben 4 Bierlängen, bis es Dunkel ist. Aber dann doch weiter zum Zeltplatz in Grevenmacher. Als wir über die Brücke nach Luxembourg fahren überrascht uns ein weiteres Volksfest. Nach uns wird die Brücke gesperrt und ein wundervolles Feuerwerk beginnt über der Mosel. Da kann sich Bad Homburg hinter vertecken. Also Räder abgestellt und Wurst und Bier geordert :) Als wir endlich über die Schranke des Zeltplatzes klettern ist es schon recht spät geworden.

2003-09-24
4. Tag Temmels/Grevenmacher - Rouvers-en-Woëvre 120km

Wir machen uns auf den Weg weiter an der Mosel entlang. Das Wetter wird immer wärmer und der Himmel immer Blauer. Der Moselradweg ist schön flach und wir fahren erstmal ein paar Stunden mit einem Schnitt über 20kmh! An der Grenze zu Frankreich halten wir an um ein paar Photos zu schiessen. Bis nach Thionville geht der Moselradweg noch sehr schön aber dann kommt das erste Tief: der Radweg hört auf, die Stadt ist hässlich und schmutzig und Strasse voll LKWs. So haben wir uns Frankreich nicht vorgestellt. Im McDonalds wird die Route umgeplant: da es an der Mosel nicht weiter nach Metz geht, als über die dicken Strassen, schlagen wir uns durch Thionville durch auf die kleinsten Strassen die gerade noch so auf der Karte verzeichnet sind. Der Verkehr nimmt ab, dafür aber die Steigungen zu. Macht aber nix, denn die Landschaft wird auch immer schöner. Nach 120km ist es Dunkel und in Rouvers-en-Woëvre frage ich in eine offene Tür hinein, ob der junge Mann wisse, wo man denn hier Zelten könnte (hüstel, hüstel, ganz wie in England ;) Der fragt seine Freundin und die fragt ihre Mutter und schon dürfen wir im Garten des ehemaligen Pfarrhauses unsere Zelte aufschlagen. Nebenbei hatte unsere Gastmutter eben ihren 50. Geburtstag und wir werden eingeladen zum grossen Resteessen. Mit Händen und Füssen versuche ich mein Französisch deutlicher zu machen aber der älteste Sohn spricht hervorragend Deutsch. Nach einem köstlichen Mal mit Rotwein gehen wir in die Küche und übernehmen den Abwasch als unser Gastgeschenk. The Return of the Tschagguns-Küchenteam ! Glücklich einen so prima Zeltplatz gefunden zu haben schlafen wir eine ruhige Nacht im Garten.

2003-09-24
Antonia
5. Tag Rouvers-en-Woëvre - La Houpette 125 km

Tach auch, ich unterstütze den Dö mal ein bischen, denn der Rückstand ist ja kaum mehr aufzuholen... Nachdem wir die schöne Kirche in Rouvers mit ausreichend vielen Fotos bedacht haben, machen wir uns auf den Weg nach Etain. Dort gibt es Stempel, Kaffee, und Bäcker. Die anschliessende Tour über viele kleine Dörfer (man fült sich irgendwie ins letzte Jahrhundert versetzt) ist total schön. Steigungen und Gegenwind haben darüber fast vergessen. Zu Mittag gibts Brotzeit am Weg und das ganze geht bis Bar-le-Duc super weiter. In Bar-le-Duc kaufen wir nur schnell ein, denn der Ort begeistert uns nicht wirklich und es lacht uns auch kein Restaurant besonders an. Bald machen wir uns auf die Socken in Richtung Ancerville, wo es lt. Auskunft der Touriinfo einen Campingplatz gibt. In Ancerville angekommen (es dämmert schon) schickt man uns vier Kilometer zurück (was wir schon nur sehr ungern in Kauf nehmen) um in einen Feldweg abzubiegen, an dem der Zeltplatz liegen soll. Am Ende des Feldweges ist es Stockfinster und kein Campingplatz in Sicht. Wir begeben uns also wieder in Richtung Zivilisation und stellen unsere Zelte einfach auf dem nächstbesten Apfelacker auf. Es gibt noch ein kleines Picknick im Zelt und dann versuchen wir zwischen Autobahn und diversen Zubringern auf dem verbeulten Untergrund zu schlafen (gelingt unterschiedlich gut). Was lernen wir daraus?? Nie zurückfahren!!

2003-09-24
6. Tag La Houpette - Barsur-Aube 84km

Die Nacht hat uns keine Ruhe gelassen. Wir brechen früh auf und holen uns im nächsten Ort unseren Stempel und etwas zum Frühstück bei der Boulangerie. In Bar sur Aube finden wir einen schönen Zeltplatz, an dem wir uns auch endlich wieder duschen können. Muss jetzt leider schluss machen, da der Internetraum wieder gesxchlossen wird! Ob wir nochmal in so einen Genuss von Zivilisation kommen werden weiss ich nicht! In 360km also in 4 Tagen geht es nach Spanien. Franky oder/und Markus bitte schön Formel 1 aufnehmen. Und an alle Schlüsselträger: bitte Blumen giessen :) Vielen lieben Dank und Grüsse an ALLE

2003-10-02
Antonia
Nájera - Spanien

Hola! Inzwischen haben wir die franzoesisch-spanische Grenze und damit auch die Pyrenaeen ueberquert. Jetzt warten andere Berge auf uns. Das Internetcafe in Perigeuex hat neulich beim 6. Tag zu gemacht, deshalb der vorzeitige Abbruch. Nach 75 km sind wir heute in Nájera angekommen und muessen jetzt darauf warten, dass uns Fahrradpilgern Betten zugewiesen werden, denn Fusspilger haben Vorrang. Da es keine Weinquelle in der Naehe gibt (so wie gestern auf unserem Weg) setzen wir jetzt das Tagebuch fort...

2003-10-02
Antonia
7. Tag Bar-sur-Aube - Châtillon sur Seine 65 km

Fuer unsere Verhaeltnisse shlafen wir erstmal ziemlich lange (bis 8.15 Uhr). Dann Grosseinkauf und anschliessend entsprechendes Fruehstueck. Wenigstens sind bei der Abfahrt gegen 12.00 Uhr die Zelte schon getrocknet. Ueber die Weinberge der Champagne fahren wir nach Essoyes und machen dort ausgiebeige Mittagspause mit einer Flasche Champagner, wo man schonmal vor Ort ist... Leider liegt uns das Essen schwer im Magen und die restlichen 30 km ziehen sich fuerchterlich hin. Schliesslich schaffen wir es doch noch bis Châtillon sur Seine und zum Zeltplatz. Dort gibt es sogar Internetanschluss. Wir schaffen es ins Internet zu kommen und einen kleinen Abriss der Tour zu schreiben, aber dann laesst uns doch noch die Technik im Stich. Also gibts nur noch Tomatensuppe, Schlaftrunk und Dusche.

2003-10-02
8. Tag Châtillon sur Seine - Vézelay 95 km

Nach einer hervorragenden Pizza zu Mittag in Montbard stehen uns wieder einige Steigungen bevor. Doch mit Vézelay als Ziel halten wir durch. Schliesslich wollen wir endlich den Anfangspunkt der Französischen Pilgerroute erreichen. Wir nähern uns Abends dem Ziel mit einer schönen Talfahrt, nur um festzustellen dass der Ort ganz oben am nächsten Berg liegt :( Der letzte Anstieg des Tages zieht sich dann doch noch. Entäuscht stellen wir fest, das der Zeltplatz, sowie die Jugendherberge weit ausserhalb des Ortes gelegen sind. Natürlich ist auch kein Mensch mehr da, der uns ein Zimmer geben kann. Da hilft alles nix: das Zelt muss wieder aufgebaut werden. Der Platz ist jedoch sehr schön und hat hervorragende Duschen. Nachdem wir uns eingerichtet haben gehen wir in die Stadt. Am Gipfel steht eine sehr schöne grosse Kirche, die sogar noch geöffnet ist. Im dunklen besichtigen wir die nur von ein paar Kerzen beleuchtete Kirche. Auf dem Heimweg gibt´s noch ein kleines Bier zur Belohnung für die vielen Steigungen.

2003-10-02
9. Tag Vézelay - Onigne 40 km

Was für ein fauler Tag :) Nur 40km! Wir beginnen den sonnigen Tag erstmal mit Wäsche trocknen und Karten schauen am Zeltplatz. In Vézelay holen wir uns einen grossen, schönen Stempel ab. In einem netten Café schreiben wir unsere ersten Postkarten, die wie ich gehört habe bereits 2 Tage später zu Hause angekommen sind. Erst gegen 1530h verlassen wir den Zeltplatz und machen uns auf den Weg Richtung Clemency. Es ist super heiss, so dass die Steigungen noch langsamer gehen als sonst. In der Touri-Info bekommen wir endlich ein nettes Quatier in einem Gite reserviert. Für das Abendessen gehen wir noch einmal einen Grosseinkauf im Supermarkt tätigen. In der Herberge werden wir freundlich empfangen und breiten unsere Einkäufe auf einem grossen Esstisch aus. Mit vollen Bäuchen beenden wir unseren faulen Tag ohne das Zelt aufbauen zu müssen.

2003-10-02
10. Tag Onigne - Angy sur l´Aubois 121 km

Nach einem Marmeladenhaltigen Frühstück (die spezialität des Hauses) machen wir uns um 845h auf den Weg. Die ersten 20km gehen an diesen Morgen wie von selbst. Die Strecke ist flach und am Anfang noch landschaftlich sehr schön. Um 1430h haben wir bereits knapp 70km geschafft und Nevers erreicht. Auf den ersten Blick scheint die Stadt abschreckend aber weiter innen wird es schöner. Es gibt sogar eine Fussgängerzone, in der wir uns zum Mittagessen niederlassen. Weiter geht es nach Soncoins wo wir Quatier beziehen wollen. Nach 108km ist immer noch kein Campingplatz in Sicht. In einem teuren Gite empfiehlt uns der Besitzer eine Auberge für Santiago-Pilger, die nur 8km entfernt sein soll und nur 3€ kostet. Freudig fahren wir weiter, doch leider ist duie Herberge seid einer Woche geschlossen. Da es schon wieder dunkel wird, schlagen wir unser Zelt 10m weiter von der Herberge auf einer Wiese auf. Nachts kann es schon ganz schön unheimlich sein, wenn man wild Zeltet. Mäuse krabbeln unterm Zeltboden lang. Warum haben wir auch auf ihre Mäuselöcher gebaut ? Schafe, Kühe und der Stier von neben an unterhalten uns die Nacht durch...

2003-10-02
11. Tag Angy sur l´Aubois - Boussac 97 km

Nach einem Café im nächsten Ort, stehen wir Mittags schon wieder im nächsten Strassenfest. Ein Umzug mit Wagen und Kapellen zieht an uns vorbei, fast wier beim Laternenfest. Am Abend in Boussac wählen wir zwischen zwei Campingplätzen aus. Der 4Sterne Platz gewinnt und so fahren wir von Boussac nochmal 4km Bergauf in die Gegenrichtung. Als wir die Zufahrt zum Platz runterrollen kommt uns ein Fahrzeug entgegen. Der Fahrer gibt uns Zeichen, dass der Zeltplatz geschlossen ist! Nicht schon wieder... Ich deute auf die Wohnmobile die noch nicht abfgereist zu sein scheinen und frage ob es nicht möglich wäre...für nur eine Nacht ? Im Auto wird kurz besprochen, dann steigt die Besitzerin des Zeltplatzes aus und erlaubt uns hier zu bleiben. Es lohnt sich, denn Duschen, WCs und alles sonstigen Anlagen sind TipTop. Kein Wunder dass der Platz im französischen Campingplatzführer seid 5 Jahren zum Platz Nr1 gewählt wurde. Wir dürfen sogar das Schwimmbad nutzen wenn wir wollen. Die heissen Duschen reichen uns jedoch vollkommen. Nur ein Wildschwein trammpelt nachts durch die Böschung zwischen unseren Zelten und verschwindet gleich darauf. Auch andere Tiere sorgen wieder für die eine oder andere Störung in der Nacht.

2003-10-02
12. Tag Boussac - Pontarion 70 km

Als wir aus unseren Zelten klettern sieht der Himmel in der einen Richtung aus wie immer, in der Anderen jedoch... aus der wo der Wind herkommt... Also nix wie ran ans zusammenpacken und Zeltabbauen. Wir schaffen es gerade noch so, dass Alles trocken verpackt unter dem Vordach der Anmeldung steht dann geht der Regen los. Bei einem Minimalfrühstück mit Schokoriegel und Obst kommt die Chefin des Platzes und erklärt, dass wir umsonst übernachtet haben :) Sie schenkt uns sogar noch einen Zeltplatzführer und eine Karte, die sich jedoch auf der späteren Tour als nutzlos herausstellen. Nach dem Regenschauer hält sich das Wetter jedoch recht trocken und wir kommen gut voran. Nach einem typischen franz. Mittagsessen: Cheeseburger mit Pommes erwischt uns Nachmittags dann doch noch der Regen. Wir beschliessen 10km vor unserem eigentlichen Ziel ein Zimmer in einem "Hotel" zu nehmen. Bei einem Spaziergang durch das 2 Strassen-Kaff in dem wir gelandet sind, stellen wir fest, dass es noch nicht einmal einen kleinen Supermarkt gibt. Also zurück zu unserem "Bar-Tabac-Hotel" und erstmal ein Bier bestellt. Beim zweiten Bier sieht der nächste Regenschauer vor der Tür schon ganz anders aus und wir sind froh doch geblieben zu sein.

2003-10-02
13. Tag Pontarion - St. Yrieix-la-Perche 98 km

Die ersten 40km fahren wir erstmal auf einer grossen Strasse um vom Fleck zu kommen. In St. Leonard gibt es neben einer schönen Kirche auch Mittagessen in einer Creperie und einen Stempel für unseren Ausweis. Dann fahren wir weiter über kleine Strassen. Die Landschaft ist ein Traum und lenkt von den vielen Gipfeln ab, die wir erklimmen. Am Zielort angekommen schaffen wir es gerade noch so in einen grossen Supermarkt und decken uns reichlich ein. Der Campingplatz ausserhalb an einem Teich gelegen hat natürlich mal wieder zu. Doch zum Glück finden wir ein wunderschönes altes Hotel. Von aussen sieht es gar nicht so ansprechend aus. Von innen ist es jedoch wier in einem Schloss und dafür noch nichtmal teuer. In einem grossen Zimmer mit nachträglich eingebauter Dusche und WC öffnen wir noch 2 Flaschen Rotwein und ein paar Delikatessen bevor wir zufrieden in die weichen Betten fallen.

2003-10-02
14. Tag St. Yrieix-la-Perche - Périgeuex 73 km (gesamt 1276km)

In Périgeuex kommen wir in einer netten Jugendherberge unter, wo wir gleich von einem deutschen Studenten angequatscht werden und so erfahren, dass es Internet umsonst gibt und das Abendessen zu empfehlen sei. Also Dusche genommen, Internet Tagebuch eintragen und ab zur Cantine. Das Essen ist nicht ganz so doll wie erhofft. Nachdem wir uns noch abgemüht haben einen franz. Fragebogen zum Thema Jakobsweg auszufüllen geht es zu Fuss in die Stadt. Die imposante Kirche ist zwar bereits zu jedoch schön beleuchtet in der Nacht. Nach einem kurzen Gang durch die Altstadt genehmigen wir uns noch ein "Leffe", was einem Weizenbier wohl recht ähnlich ist. Die daruf eintretende Müdigkeit lässt uns jedoch früh zur Jugendherberge zurückkehren.

2003-10-02
Nájera - Spanien 1934h

So erstmal genug geschrieben. Antonia und Viola haben wahrscheinlich jetzt schon die Fahrräder abgeladen und die Taschen in die Herberge gestellt. In einer halben Stunde dürfen wir dann auch Quatier beziehen, falls bis dahin nicht alle Betten von Fusspilgern belegt sind. Sonst haben wir ja noch die Isomatten. Leider hat es trotz des tollen WindowsXP nicht funktioniert ein paar Bilder hochzuladen. Naja dafür waren wir Gestern live im Internet und der Franky hat´s gesehen: http://www.irache.com/aleman/hfowc.htm Es liegen noch knapp 600km vor uns, wenn die Sonne sich mal wieder zeigen würde wäre es nur noch ein Klacks... Viele Grüsse von den Pilgern

2003-10-16
Santiago de Compostella